
Kaum zu glauben, aber wahr! Der Microsoft-Manager Simon Aldous hat vor einigen Tagen dem US-Magazins PCR ein Interview gegeben und sich zum Thema Mac OSX geäußert — allerdings anders als es sich Microsoft gewünscht hätte. Tatsächlich bringt Simon Aldous folgende Aussage über seine Lippen: „One of the things that people say an awful lot about the Apple Mac is that the OS is fantastic, that it’s very graphical and easy to use. What we’ve tried to do with Windows 7 — whether it’s traditional format or in a touch format — is create a Mac look and feel in terms of graphics.“ Für alle, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, hier die Übersetzung ins Deutsche: „Eine der Dinge, die viele Leute furchtbar oft über Apple Mac sagen, ist, dass dieses Betriebssystem fantastisch ist, sehr grafisch und leicht zu benutzen. Was wir versucht haben mit Windows 7, und zwar sowohl beim traditionellen Betriebssystem als auch bei dem für Touchscreeens, ist es einen Mac-Look und ein Mac-Gefühl zu kreieren.“
Nun werden manche von Euch denken: „Das ist doch nichts Neues! Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, dass Windows 7 von Mac OSX abgekupfert hat!“. Aber es gehört schon eine Menge Mut dazu, als Microsoft-Mitarbeiter das auch zuzugeben. Und letztendlich ist so ein Vorgang ja auch nichts Außergewöhnliches oder Dramatisches. Bei der Entwicklung eines neuen Produktes schauen doch die meisten Produzenten, was die Mitbewerber entwickelt haben und lassen die Ideen ihrer Konkurrenz, die sich auf dem Markt bewährt haben, nur zu gerne mit einfließen. Doch Microsofts Kommunikations-Manager Brandon LeBlanc sieht das ganz und gar nicht so. Im Windows Blog veröffentlichte LeBlanc sofort eine Stellungsnahme zu dem Interview mit Simon Aldous. Er versichert, dass Aldous mit der Entwicklung von Windows 7 nichts zu tun gehabt hätte und seine Kommentare zu Windows 7 falsch seien und jeglicher Grundlage entbehren würden.